Aktuelles - Blog der Volksbank Heilbronn

24. Januar 2012

Mit dem Spatenstich startet die Volksbank Heilbronn den Neubau an der Allee

Spatenstich

Von links: Franz-Josef Mattes, Jürgen Pinnisch, Matthias Hellmuth, Ralph Klenk, Karl Seiter, Thomas Hinderberger, Wilfried Hajek, Bernd Dollmann, Stefan Takanori Sekiguchi

Hilfe zur Selbsthilfe – der genossenschaftliche Förderauftrag ist derzeit attraktiver denn je. Mit diesem Selbstverständnis hat die Volksbank Heilbronn ohne Zweifel in den letzten Jahren stark an Bedeutung für die Stadt und die Region gewonnen. Dieser gewachsenen Bedeutung soll bald auch ein neues Bankgebäude an der Allee Ausdruck verleihen. Und alle sollen dabei gewinnen, Mitglieder, Kunden, Mitarbeiter und vor allem auch die Bürger von Heilbronn. Es ist ein nicht alltägliches Vorhaben, das Vorstand, Aufsichtsrat und Vertreter der Stadt heute mit dem vielzitierten Spatenstich gestartet haben.

 

Natürlich kann man den Neubau der Volksbank Heilbronn ganz rational sehen. Die Bank legt seit Jahren kontinuierlich Wachstumsraten vor, die nachvollziehen lassen, dass es für einen Neubau solide Gründe gibt. Die Bilanzsumme stieg in den letzten 5 Jahren um fast 40 % und die Mitgliederzahl der Genossenschaft stieg auf mehr als 42.000. Kunden zählt die Bank mittlerweile mehr als 88.000. Klar, dass es dafür genügend Raum braucht. Dem kommt die Verbindung mit dem bestehenden Gebäude entgegen, die auch eine Vergrößerung der Kundenhalle ermöglicht. Auch für die Anzahl der Mitarbeiter ist das aktuelle Raumangebot längst an seine Grenzen gestoßen, es mussten bereits zusätzliche Büroräume in der Umgebung der Zentrale angemietet werden.

 

Kein Zweckbau, sondern eine städtebauliche Attraktion.

Die Volksbank verfolgt bei dem Neubau nicht nur ihre Interessen, sondern hat auch die Entwicklung des Stadtbilds im Blickfeld. Man baue nicht nur ein Gebäude in die Stadt hinein, man baue vor allem für die Stadt, so der Vorstand der Volksbank Heilbronn. „Der Wandel des Stadtbilds findet auch Ausdruck im Neubau der Volksbank Heilbronn, der unsere Stadt im positiven Sinn beeinflussen wird und der ausgezeichnet harmoniert mit der Neugestaltung der Allee, die eine großartige Prachtstraße wird.“, meint dazu Baubürgermeister Wilfried Hajek, der es daher auch begrüßt, dass die Stadtverantwortlichen von Anfang an in den Planungsprozess der Volksbank involviert waren.

In der Beurteilung der Jury des Architektenwettbewerbs in 2010 liest sich das so: „Die städtebauliche Idee, resultierend aus der Baumassenverteilung, ist geprägt von einer klaren Einordnung in den Bestand und die Bildung von zwei verschiedenen U-artigen Höfen, die sich sowohl als Grünraum als auch als Stadtraum darstellen. Der Grünraum bereichert die Eingangs- und Aufgangssituation des Bestandes Volksbank, der Stadtraum ist Entree und gute Adresse für die vermietbaren Flächen – konsequent mit Arkaden versehen, die aus dem Haupteingang der Bank entwickelt wurden. Er wendet sich richtiger weise der Alleestraße zu.“

 

Prädikat „Besonders gelungen“ für den geplanten Saal.

Ebenfalls zur Allee hin präsentiert sich im wahrsten Sinne des Wortes ein weiteres Highlight des neuen Gebäudes: der Veranstaltungs-Saal. Das Preisgericht urteilte dazu: „Besonders gelungen ist die Anordnung des Saales im 2. OG mit mehr als geschosshoher Raumhöhe. Die Zugänglichkeit über ein gut angelegtes Foyer verbunden mit dem Anbau und externer Erschließung über den Stadthof ist einwandfrei.“ Der Saal vermittelt „Galerie-Charakter“. Mit 270 Quadratmetern bietet er Platz für 100 Personen bei Bankett-Bestuhlung und bis 215 Personen bei Reihen-Bestuhlung und ist damit für Veranstaltungen unterschiedlicher Art ausgelegt. Vor allem schließt diese Saalgröße eine Lücke im hiesigen Raumangebot für Veranstaltungen. Deshalb wird die Volksbank den Saal auch Vereinen und Institutionen für ihre Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Damit unterstreicht der konzipierte Saal eindrucksvoll das mit dem Neubau verbundene Versprechen der Volksbank Heilbronn, nicht nur in die Stadt, sondern vor allem für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu bauen. Der Anfang ist mit dem Spatenstich gemacht.

 

Über den Eigenbedarf hinaus gedacht.

Die Volksbank benötigt für das eigene Bankgeschäft neben der Erweiterung der Kundenhalle im Erdgeschoss nur maximal zwei der insgesamt fünf Stockwerke. Nicht nur die Ausweitung der Kundenhalle bietet mehr Möglichkeiten für steigende Kundenanforderungen im Bereich Selbstbedienung, Kasse und persönliche Anlaufstellen. Moderne Raumkonzepte schaffen zudem höchste Flexibilität in der Aufteilung der geplanten Büroflächen des Neubaus.

Entstehen können somit Mietflächen für die unterschiedlichsten Ansprüche – von ca. 150 m² bis zu 3.000 m². Neben den reinen Büroflächen in den ersten zwei Geschossen würden zudem in der Ladenpassage im Erdgeschoss Verkaufs- und Gastronomieflächen entstehen, die den Standort noch attraktiver machen. Wir stellen uns eine gehobene Gastronomie vor, die das Verweilen hier an der entstehenden „Pracht-Allee“ begünstigt und haben schon viele Mietanfragen, die es erlauben, völlig ruhig an einer passgenauen Mieterstruktur zu arbeiten, die für diese Lage sinnvoll ist, erwähnt der Vorstand. Die Interessenten wissen um die Vorteile: kaum eine andere Lage in der Innenstadt bietet eine derart gute Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und verfügt gleichzeitig über eine so große Anzahl an Parkplätzen. Es entstehen 100 neue Parkplätze auf zwei Tiefgaragen-Ebenen. Die Zufahrt hierfür befindet sich dann sowohl an der Allee als auch in der Moltkestraße, die Ausfahrt über die Moltkestraße. Deshalb sei die Entscheidung genau richtig gewesen, größer zu bauen als für den eigenen Bedarf bestätigt auch die Aufsichtsratsspitze der Volksbank Heilbronn. Aktuell werden die Mietinteressenten gesammelt, um dann eine in das Gesamtkonzept passende Entscheidung zu treffen.

 

Kooperative Nachbarn machen Gesamtkonzept möglich.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir in den letzten Jahren auf ein dankenswertes Verständnis und auf großes Entgegenkommen der verbliebenen Mieter der jetzt abgebrochenen Gebäude getroffen sind. Dadurch wird ein Baufenster eröffnet, das die Fertigstellung des Neubaus mit der Fertigstellung der Allee im Jahr 2013 möglich macht. Auch das Entgegenkommen der Nachbarn in Bezug auf die Abstützung der Baugrube und das große Verständnis bezüglich des Baulärms sei an dieser Stelle besonders hervorgehoben. Die Volksbank wird alles tun, um die Beeinträchtigung durch die doch große Baustelle für Nachbarn und Passanten so gering wie möglich zu halten.


Der Baukörper und der Bauablauf:

Rund 36.000 Kubikmeter Erde werden abtransportiert. Dazu verlassen 100 LKW-Ladungen pro Tag die Baustelle, und dies an insgesamt 40 Tagen. Es entsteht eine 14 Meter tiefe Baugrube. Diese wird durch Betonpfähle und Erdanker unter  den Nachbargrundstücken gestützt. „Aufgrund eines torfhaltigen Bodens bildet eine sogenannte Pfahlgründung das Fundament, das Gebäudesetzungen verhindert.“, erklärt der Vorstand. Bis Ende Mai laufen die Erdarbeiten und die Gründung, danach folgt der Rohbau bis Anfang 2013. Das gesamte Gebäude umfasst 1.000 m² Verkaufs- und Gastronomieflächen in der Ladenpassage und 6.000 m² Büroflächen. Insgesamt sind dies 62.000 m³ umbauter Raum – dies entspricht ca. 60 Einfamilienhäuser. Mit seiner hellen heimischen Natursteinfassade wird der Neubau nach der Fertigstellung ab Herbst 2013 ein neuer Anlaufpunkt an der Allee sein.

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