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Eigenheimfinanzierung – Zehn wichtige Punkte!
Worauf Sie bei der Eigenheimfinanzierung achten müssen
Die eigenen vier Wände sind häufig die größte Investition des Lebens. Umso mehr muss darauf geachtet werden, dass alle Eventualitäten berücksichtigt werden und das Vorhaben in allen Belangen realistisch eingeschätzt wird. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Finanzierung reibungslos und planmäßig von Statten geht und unangenehme Überraschungen ausbleiben.
Der für Sie relevante Zinssatz ist der Effektivzins!
Wenn Sie Finanzierungsangebote vergleichen ist für Sie ausschließlich der Effektivzins ausschlaggebend. Versichern Sie sich außerdem, ob für Sie eventuelle Extrakosten anfallen oder ob diese im Angebot inbegriffen sind.
Achtung: Extrakosten!
Es gibt unter Verbraucherschützern eine Faustregel, die besagt, dass Nebenkosten von einem Prozent der Darlehenssumme den Effektivzins bei zehnjähriger Zinsbindung um 0,15 Prozentpunkte erhöhen. Diese Extrakosten werden aber unerfahrenen Baufinanzierern gerne verschwiegen und können zum Beispiel aus Kontoführungs- und Darlehensgebühren oder Schätzkosten bestehen.
Je mehr Eigenkapital desto besser!
Neben Kapitalanlagen und Barvermögen zählt auch das Bausparguthaben zum Eigenkapital. Als solides Fundament für eine Eigenheimfinanzierung sollten mindestens 25%, idealer Weise aber ein Drittel der Gesamtkosten als Eigenkapital bereitgehalten werden. Beachten Sie, dass jeder geliehene Euro Ihre Finanzierung verteuert.
Berechnen Sie Ihren Kreditbedarf richtig!
Wenn Sie Ihren Kreditbedarf unterschätzen, müssen Sie die zusätzlich benötigte Summe teuer nachfinanzieren. Überschätzen Sie ihn, verlangt Ihre Bank eine Nichtabnahmeentschädigung auf die nicht ausgezahlte Kreditsumme. Kalkulieren Sie Ihren Kreditbedarf daher so genau wie möglich und berücksichtigen Sie alle Nebenkosten inklusive anfallender Steuern und Gebühren.
Vergessen Sie die Nebenkosten nicht!
Grundsätzlich sind beim Kauf einer Immobilie 5% Grunderwerbssteuer zu entrichten. Notar und Grundbucheintrag schlagen mit 1,5% des Kaufpreises zu Buche. Die Maklergebühren liegen teilweise noch deutlich darüber. Beim Kauf vom Bauträger ist darauf zu achten, dass der Preis sämtliche Kosten abdeckt, zum Beispiel die Erschließungskosten des Grundstücks.
Achten Sie auf eine ausreichend hohe Tilgung!
Je kürzer die Laufzeit eines Kredits, desto niedriger fallen die Gesamtkosten der Finanzierung aus. Der Zinseszinseffekt macht hier den erheblichen Unterschied. Eine Anfangstilgung des Annuitätenkredits von nur einem Prozent ist fast immer zu niedrig. Allerspätestens beim Eintritt in den Ruhestand sollten Sie Ihre Immobilie komplett abbezahlt haben.
Belasten Sie sich nicht zu stark!
Achten Sie darauf, dass Ihre Liquidität trotz der laufenden Eigenheimfinanzierung gewährleistet ist. Grundsätzlich gilt, dass diese nicht mehr 40% des Nettoeinkommens binden sollte. Überschätzen Sie nicht Ihre Fähigkeiten sich im täglichen Leben einzuschränken, unterschätzen Sie nicht Ihre Lebenshaltungskosten. Wer sich hier verrechnet, kann sich schnell den Traum von den eigenen vier Wänden für immer verbauen.
Überschätzen Sie Ihre Eigenleistung nicht!
Selber anpacken ist gut und bietet natürlich Einsparmöglichkeiten. Aber überschätzen Sie sich nicht - sowohl was die verfügbare Zeit, als auch die eigenen Fähigkeiten angeht. Und rechnen Sie auch nicht damit, dass Freunde jederzeit für Arbeiten an Ihrer Immobilie zur Verfügung stehen. Wer sich hier verkalkuliert, zahlt später kräftig nach!
Behalten Sie die laufenden Kosten im Blick!
Sie wohnen mietfrei. So weit, so gut. Aber die Nebenkosten eines Eigenheims sind für Sie um ca. 20% höher, als die einer Mietwohnung. Während bei Eigentumswohnungen Wohngeld zu zahlen ist, fallen bei Hauseigentümern regelmäßig Renovierungskosten an. Für diese gilt es Rücklagen zu bilden. Zum Beispiel in Form eines Bausparvertrages, dessen Summe 15% des Verkehrswertes der Immobilie betragen sollte.
Bilden Sie Rücklagen!
Ihr Leben macht keine Pause für Ihre Eigenheimfinanzierung. Auch während Sie Ihre Immobilie abbezahlen, kann Ihr Kühlschrank kaputt gehen, das Auto seinen Dienst versagen oder eine sonstige, nicht vorhersehbare finanzielle Belastung auf Sie zukommen. Bilden Sie daher eine Reserve in Höhe von bis zu sechs Monatsgehältern, auf die Sie im Bedarfsfall kurzfristig zugreifen können.